Die RWTH entwickelt eine hochgenaue Lokalisierung mit dem neuen Galileo-Satellitennavigationssystem

  Versuchsträger während des Rangierens auf Schienen. Dahinter Zuschauer. RWTH Aachen
21.06.2018

Am 21. Juni 2018 fand im Rail & Logistic Center Wustermark, Elstal, der Abschluss des Projekts Galileo Online: GO! statt. Ziel des Projekts war ein verbesserter Satellitennavigationsempfänger, der speziell für die Anforderungen im Bahnbereich entwickelt wurde. So konnte zum Beispiel durch die Nutzung mehrerer Satellitensysteme (GPS und Galileo) die Verfügbarkeit einer Positionsinformation erhöht werden. Das Projektkonsortium zeigte während der Abschlussveranstaltung in Vorträgen und Live-Demonstrationen, wie ein Güterzug durch automatisches Rangieren zusammengestellt, wie die Zugvollständigkeit überwacht wird und welche Möglichkeiten der Datenanalyse bestehen.

  René Zweigel mit Mikrofon vor einer Leinwand RWTH Aachen René Zweigel stellt die Vision einer autonomen Bahnwelt vor, zu der das Projekt Galileo Online: GO! einen wichtigen Beitrag leisten kann.

Inhaltlich entwickelte das Institut für Regelungstechnik im Projekt die enge Sensorfusion, bei der hochfrequente Beschleunigungsdaten und Drehraten mit den niederfrequenten Signalen des GPS- und Galileo-Systems fusioniert wurden. Ergebnis war die robuste und hochgenaue Positionsbestimmung, die direkt für Automatisierungsfunktionen genutzt werden kann. In mehreren praktischen Anwendungen wurden die entsprechenden Ansätze validiert und bewertet. Zum Beispiel konnte dadurch das automatisierte Rangieren umgesetzt werden, bei der eine Zugmaschine selbstständig einen Rangierprozess mit mehreren Wagen und Weichenfahrten ausführt. Dieser automatisierte Prozess konnte im Rahmen der Abschlussveranstaltung im Rail & Logistic Center Wustermark zahlreichen Gäste aus der Bahnbranche vorgestellt werden.

 

Galileo Online: GO! ist ein Gemeinschaftsprojekt

Unter der Leitung des Instituts für Regelungstechnik der RWTH Aachen University waren weitere Partner:

 

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Projektauftraggeber war das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR in Bonn.

 

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